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Ein Umstyling zum Gähnen und Ernährungstipps von den Curvy Brides

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Nicht das wir es nicht erwartet hätten, aber zu einem Umstyling gehört rumgezicke und ein paar Tränen. Die Erwartungen an dieses Thema wurden gestern von den Kandidatinnen bei Curvy Supermodel eher mit Zurückhaltung umgesetzt. Auch sonst ist Curvy Supermodel eben nur manchmal eine ganz normale Modelshow. Angefangen bei den Modelanwärterinnen die eben einfach etwas von der bisher geltenden Modelnorm abweichen. Gerade aus diesem Grund ist das RTL 2 – Format aber so herrlich erfrischend.

Die Einschaltquoten zeigen auch, dass RTL 2 hier offenbar auf ein aktuelles Thema gesetzt hat, welches bei den Zuschauern gut ankommt. Laut meedia haben die zweite Ausgabe von „Curvy Supermodel“ 860.000 14- bis 49-Jährige eingeschaltet somit wurden 8,0% Marktanteil geholt.

Schlampen, Fette Kühe und ein Herz

RTL 2 hatte mit Curvy Supermodel sicherlich nicht vor, einen gesellschaftlichen Wandel im Hinblick auf den Umgang mit gut proportionierten Frauen anzustoßen, aber was wir Zuschauer im ersten Teil über die Beleidigungen und hässlichen Sprüche aus dem Umfeld der Modelanwärterinnen mitbekommen durften, sollte uns allen zu denken geben. In der Schule sind Kinder immer grausam und wer eben anders als die Norm aussieht oder vielleicht behindert ist, der muss mit Häme und Spott leben. Dies ist schon immer so gewesen, aber deshalb heißt es ja nicht, dass wir daran festhalten müssen. Ebenso ist es nicht richtig, wenn nun die Models aus GNTM alle als magersüchtige und skinny Hungerhaken hingestellt werden. Es gibt eben beide Seiten und jeder hat seine Fans. Abgesehen von den Sprüchen die sich die Kandidatinnen in der Schulzeit, die bei einigen noch nicht so lange her ist, anhören mussten, ist es wohl kaum vertretbar, wenn Erwachsene sich in der gehörten und gezeigten Form äußern.

Mutig ist es von allen Curvys gewesen, sich an einem so öffentlichen Platz in dieser Art zu präsentieren. Hier zeigte sich auch schon sehr stark wer bereits über ein etwas stärkeres Selbstbewusstsein verfügt und wer noch in der Aufbauphase ist.

Schrecksekunden nicht nur für Motsi Mabuse. <a href=

Polina als Magermodel“ width=“400″ height=“225″ class=“size-full wp-image-274″ /> Schrecksekunden nicht nur für Motsi Mabuse. Polina als Magermodel

Was gesellschaftliche Normen mit Menschen machen können haben wir am Beispiel von Polina gesehen, diese präsentierte ein Bild aus ihren mageren Tagen und ich bin mir sicher Motsi Mabuses erschrockenes Gesicht ist nicht gespielt gewesen. Dazu dann noch das Geständnis, sich diese Figur auf Wunsch ihrer alten Agentur mit Pillen verschafft zu haben, macht irgendwie sprachlos.

Es ist natürlich auch Polina die beim Shooting immer noch ganz stark auf Sexbabe macht und sich dies auch von der Jury später als Kritik anhören muss. Polina sehen wir in der nächsten Folge wieder, was sicherlich niemanden überrascht, denn sowohl beim Friseur und beim Bridewalk zeigte sie sich wandlungsfähig und weniger zickig als manche Mitbewerberin.

Nicht wirklich eine Überraschung ist das Geständnis von Celine gewesen, denn die Sache mit ihrem Herzen hatte sich ja im Netz schon herumgesprochen, ebenso wie ihre Teilnahme an DSDS. Mit dem Herz am rechten Fleck konnte sie aber auf alle Fälle kräftig punkten und wer in diesem Zusammenhang von einem Mitleidsbonus spricht, der stellt ihr gute Leistung in ein falsches Licht.




Nach dem Shooting auf dem Münchener Opernplatz, bei dem sich Michi noch einmal die Frage nach ihrem Freund gefallen lassen musste, ging es zum eigentlichen Höhepunkt einer jeden Modelshow: Dem Umstyling.

Umstyling und freche Gören, aber eigentlich Gähn….

So ein Umstyling ist immer ein Event und bei GNTM auch gerne einmal etwas raumfüllender, hier hat RTL2 auf alle Fälle ein gutes Maß zwischen der Befriedigung der Neugier der Zuschauer und der dramaturgischen Ausschlachtung der Heul-/ und Motzattacken der Mädels gefunden.

So richtig kam aber bei diesem Umstyling keine Stimmung auf. Klar Julia und Aurelie haben nicht nur gezickt, sondern mussten sich von Modelpapa Ted Linow auch noch ein paar deutliche Worte anhören, so wie der undankbare Rest der ganzen Truppe auch. Hier zeigte sich eben wie ungeschliffen diese Diamanten der Curvy Modelszene eben noch sind, und wie nachteilig es sein kann, wenn die ganze Show auf lediglich fünf Folgen ausgelegt ist.

Ansonsten tat sich nicht wirklich viel, da ein paar Haare mehr und hier ein paar Harre weniger und Ted Linow gab seinem Jurykollegen Harald noch schönen einen mit als er Auriels Haare als schlimmes Geschenk bezeichnete, damit hatte sich dann der Modelagent in Sachen political correctnes selbst ins Knie geschossen.

Pack es ein (ihre Haare) und schenke es jemanden denn du nicht leiden kannst! (Ted Linow zu Aurelie)

Das Verhalten der Kandidatinnen hatte die Jury offenbar doch sehr erregt, denn am nächsten Tag gab es sogar noch eine Ansage von Mutti Kirsch. Die Rollenverteilung in der Jury wird damit auch immer klarer, denn Motsi und Harald sind öfter die good guys, während Angelina und Ted sich als die Bad Cops etablieren wollen.

So richtig kam da keine Stimmung auf. Es herrscht eben eitel Sonnenschein unter den Girls und der Jury, da konnte auch die kurze Lästerphase von Chetrin und Michi beim Einzug in die Villa mit Pool nichts daran ändern.

Hier kommt die Braut




Nach dem eher unspektakulären Einzug in die Villa mit Pool, hier gab es nur kurz ein bisschen Unzufriedenheit bei Celine, Feenja (eh raus) und Fabienne wegen des Durchgangszimmers, ging es auf den Opernplatz und zur Gymnastik (Motsi als Einpeitscherin sollte noch einmal durchdacht werden). Dazu lernten wir etwas über die Aurelies interessanten Ernährungsplan und wie wichtig die richtige Ernährung für jede Art von Model ist. Da kam RTL2 mal ganz schnell dem Erziehungsauftrag nach, der beim privaten TV eher etwas vernachlässigt wird.

Bis zu diesem Moment hatte die zweite Folge mich noch nicht aus dem Couchsessel gehauen, dann kamen aber die Brautkleider und als Mann weiß ich: Frauen und Brautkleider bedeutet einen hohen Anteil an Emotions.

Hier zeigte sich recht flott wer sich zu präsentieren weiß und so wie wir es auch von GNTM kennen, hatte auch dieser letzte Walk der Folge, seine Auswirkungen auf die Entscheidung der Jury.

Ale echte Verwandlungskünstler zeigten sich Polina, Michi und Aurelie. Diesen drei Kandidatinnen hätte ich nicht so viel Anmut im Brautkleid zugetraut. Wobei auch Stella und Fabienne sehr überzeugen konnten.

Als Schmankerl gab es noch eine Überraschung. Die Familien der Curvys hatten sich versammelt und manchem Daddy konnte man die Rührung buchstäblich ansehen.

Familie hin oder her die Jury musste hart bleiben und von den beiden Umstylingmotzgören erwischte es dann auch Julia, die aber mit ihrer schwachen Leistung recht früh als Wackelkandidatin feststand.

Dazu kam dann noch Feenja, die aufgrund ihres Alters der ganzen Situation noch nicht richtig gewachsen war. (Lest auch unseren Bericht zu den beiden ausgeschiedenen Feenja und Julia)

Die Jury präsentierte sich aufgeräumt und alle Entscheidungen konnte ich gut nachvollziehen. Es gibt jetzt nur noch acht Damen die sich um die Krone Curvy Supermodel streiten und ab der nächsten Woche, wenn wir sie alle in Unterwäsche wiedersehen, wird es langsam aber sicher immer enger.

Sehr ihr die Entscheidung der Jury auch als gerecht an, oder hättet ihr anders entschieden? Stimmt ab, schreibt uns eure Meinung.

Hat die Jury nach dem Bridewalk richtig entschieden?

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